Jahresrückblick 2014

Wir wünschen Euch frohe Weihnachtsfeiertage und ein gutes neues Jahr!

Wir wünschen Euch frohe Weihnachtsfeiertage und ein gutes neues Jahr!

2014 ist nun fast vorbei, wir nähern uns im nächsten Jahr den Feierlichkeiten zum 70 jährigen Kriegsende 1945. Dieses Jahr war in Teilen recht Erfolgreich für uns, wir haben ein paar sehr schöne Dinge erhalten, die im nächsten Jahr auf der Ausstellung „Als der Krieg zu uns in die Heimat kam“ im Kreisarchiv Altenkirchen gezeigt werden. Die Planungen für die Ausstellung laufen auf Hochtouren, wer noch was beisteuern möchte, kann dieses jederzeit gerne tun. Wir freuen uns sehr darüber.

Zu den erfolgreichsten unserer Berichterstattungen gehörten laut Facebook die Berichte über den Einsatz des Volkssturmes Altenkirchen und das Gefallenenschicksal des Gefreiten Glänzel, der am 5. April 1945 in Wissen gefallen ist. Ein totales Highlight war der Zugang von diversen Fotografien aus dem National Archiv in Washington. Fotos aus April 1945 von Wissen, Betzdorf, Niederfischbach, zuvor nie veröffentlicht und Jahrzehntelang in Archivordnern schlummerten. Weniger schön, aber unausweichlich, war die Schließung unseres Forums. Die dortigen Beiträge sind jedoch gesichert und werden mit der Zeit hier eingefügt.

Seit kurzem haben wir einen Online-Shop eingerichtet, naja, versteht sich mehr als Anlaufstelle zur Teilnahme an Sammelbestellungen von Mikrofilmen in den USA, die erste Sammelbestellung wurde auch erfolgreich über die Bühne gebracht; dadurch können große Bereiche in der heimatlichen Geschichtsforschung näher beleuchtet werden. Den Zugang dazu findet ihr oben rechts unter dem Button „Sammelbestellungen“.

Was wir uns derzeit wünschen? Klar, das die Ausstellung im Kreisarchiv in Altenkirchen ein Erfolg wird! Geplant sind zusammenhängend mit der Ausstellung auch Führungen durch die damaligen Frontgebiete. Darüber wäre Weltfrieden nicht schlecht! Weltkriege hatten wir schon zwei, bahnt sich da in der Ukraine gerade ein Dritter an??? Wir hoffen nicht!!!

So, nun wünschen wir euch Allen eine fröhliche und besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins nächste Jahr!

Viele liebe Grüße

Ralf Anton & Rebecca Schäfer

& das Team von www.das-kriegsende.de

Mikrofilme mit Gefechtsberichten aus den USA

Sammelbestellung der folgenden drei Mikrofilme:

9. US Bombardment Division

Rolle 1: enthält 29 Berichte aus der Zeit vom 14. Februar bis 31. März 1945. Die Rolle umfasst mehr als 1600 Seiten Material. Ein Bericht mindestens wird die Kreisstadt Altenkirchen betreffen, darüber hinaus werden Reports zu folgenden Ortschaften enthalten sein:

Ahus
Altenkirchen/WW
Arnsberg
Bad Munster
Biskirchen
Borken und Umland
Coesfeld
Diverse Kreuzungen, Depot und Eisenbahnknotenpunkte
Dülmen
Haiger
Haltern
Heimerzheim
Kreuztal/Sieg
Mayen
Mechernich
Neunkirchen/Seelscheid und verteidigtes Umland
Niederschelden
Pulheim
Rheine & Umgebung
Sachsenhausen
Sinnersdorf
Sinzig
Unna / Munitionslager und Umgebung
Vreden
Xanten/ Truppenkonzentrationen

Rolle 2 umfasst 49 Berichte für den Zeitraum vom 21. bis 31. März 1945. Der Mikrofilm beinhaltet rund 2000 Seiten Material! Darunter sind fünf Berichte enthalten, die nichts mit der 9. Bombardement Division zu tun haben. In diesem Material finden sich mehrfach Angriffsberichte zu den Flügen gegen Städte wie Altenkirchen und Limburg, gefolgt von Berichterstattungen der Luftangriffe gegen Weyerbusch, Dierdorf, Flammersfeld, usw.

Die dritte Mikrofilmrolle enthält Material zur 366. Fighter Group

Die 366. Fighter Group war neben anderen Truppenteilen dabei, den Brückenkopf von Remagen abzusichern. Der Mikrofilm enthält dementsprechend Material zu den Begebenheiten. Hier sind Missionsreports und Operationszusammenfassungen zu finden, darunter sind enthalten:

Landkarten,  Luftbildaufnahmen, Tabellen, Diagramme,
Berichte aus der Zeit vom 14. März 1944 bis Juni 1945 auf rund 2500!!! Seiten!!!

Heute kam der Postbote:

Gute Nachrichten, aber auch schlechte… Das lange warten hat ein Ende, die Mikrofilme sind heute mit der Post aus USA eingetroffen!!! Ich habe mir in dem Chaos aller Filme bereits mal ein paar Seiten durchgelesen! WAHNSINN! Auf Dierdorf, Altenkirchen, Weyerbusch und viele andere bekannte Orte bin ich dabei auch gestoßen!!! Eine Wahnsinnsmenge an Material… 🙂 Alles zusammen umfasst knapp 10.000 Seiten Material!!! Zudem wurden zwei weitere Filmrollen geliefert, die ich in den nächsten Tagen noch näher beschreiben muss.

Ich lade derzeit die Filme auf meinen Server hoch, durch die große Datenmenge wird dies aber noch die Nacht in Anspruch nehmen. Ab Morgen werde ich die zugehörigen Links an die Sammelbesteller verteilen.


Wer selbst die Mikrofilme erwerben möchte, kann dies gerne tun. Jede Filmrolle besteht aus mehreren Tausend Seiten Material und ist zu einem Sammelbesteller-Preis von 17,50 Euro erhältlich. 


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Abbildung oben: Ein Auszug aus den Gefechtsberichten vom 25. März 1945, die amerikanische Luftwaffe hatte den Ausbruch der 1. US Armee aus dem Brückenkopf von Remagen unterstützt und flog pausenlos Angriffe gegen die vor der Front liegenden deutschen Verbände. “Der 13. Angriff: Die Maschinen starteten um 11.12 Uhr, acht Maschinen nahmen an diesem Angriff teil. Geführte wurden die acht “P47 Thunderbolts” durch First Lieutenant Roland W. Riddell. Sechs der Flugzeuge waren mit jeweils zwei Mehrzweckbomben zu 500 Lbs bewaffnet, die beiden anderen Jäger trugen jeweils zwei Brandbomben mit einem Fassungsvermögen von knapp 275 Litern Brandflüssigkeit. Die Maschinen waren von 11.30 bis 12.50 Uhr über dem Zielgebiet und wurden auf Anforderung des Beobachters “Prizebook One” eingewiesen. Alle Bomben wurden auf fünfzehn deutsche Panzer abgeworfen, welche im Bereich südöstlich Eitorf bei (Koordinaten) Sterzenbach unterwegs waren. Hierbei wurden vier Panzer zerstört und drei beschädigt. Auf der (Koordinaten) L276 (nördlich Weyerbusch) wurden drei Lastkraftwagen durch Tiefflieger angegriffen und zerstört. Bei (Koordinaten) Sterzenbach wurde durch leichte Flak akkurates und intensives Feuer geleistet, wodurch ein P47-Flugzeug durch das Flak-Feuer getroffen wurde und hinter den eigenen Linien bei Seifen (bei Asbach) abstürzte. Gut platziertes, aber nicht zu schweres Flak-Feuer kam aus der Umgebung von Koordinaten (Neunkirchen), überall aus dem Staatsforst Siebengebirge wurde beachtliches Flak-Feuer geleistet. Feindliche LKW und Panzer wurden im Wald entdeckt. Ein Flugzeug durch Flak beschädigt. Der Bahnhof bei Weyerbusch wurde durch Tiefflieger angegriffen. Der Pilot einer Maschine berichtete, dass er durch Flak getroffen wurde, während er sich in 4500 Fuß Höhe befand und in nordwestliche Richtung flog, der Pilot und die Maschine werden vermisst. Die Wolkendecke lag oberhalb 10.000 Fuß. Die Maschinen landeten um 13.02 Uhr. Die Koordinaten wurden anhand der vorliegenden original Landkarten umgelegt.


Beispiele: Gefechtsberichte, 15. März 1945

Beispiele: Gefechtsberichte, 15. März 1945

Beispiele: Gefechtsberichte, 15. März 1945

Beispiele: Gefechtsberichte, 15. März 1945

Beispiele: Gefechtsberichte, 15. März 1945

Beispiele: Gefechtsberichte, 15. März 1945

Gedenkkreuz für deutschen Piloten…..

Hallo zusammen,

am 23.12.1944 stürzt Oblt. Klaus Meinert von der 2./ JG 27 im Bereich von Erdesbach / Kreis Kusel mit seiner Me109 tödlich ab.

Die Maschine schlägt in einem Wald unweit von Erdesbach auf und wird völlig zerstört….

Die sterblichen Überreste des Piloten wurden als “unbekannter” auf dem Friedhof-Kaiserslautern beigesetzt. Später erfolgte die Umbettung zur Kriegsgräberstätte nach Dahn.

Im Jahr 2001 untersuchte die Arbeitsgruppe-Vermisstenforschung diesen Absturz und konnte an der Absturzstelle noch Trümmerteile und Reste der Fliegermontur sichern.

An diesem Wochenende wurde zum Gedenken an Oblt. Klaus Meinert an der Absturzstele ein Gedenkkreuz errichtet.

Initiator der Aktion war die AG-Vermisstenforschung / Uwe Benkel, Heltersberg.

Grüße

KarachoIMG_1529 IMG_1535 Klaus Meinert

Volkssturm Altenkirchen

Auch der Altenkirchener Volkssturm musste kurz vor Kriegsende noch blutige Verluste hinnehmen. Während sich an den meisten Orten die Angehörigen der in letzter Stunde zusammengekratzten Jungs und alten Männer buchstäblich um “fünf vor zwölf” noch absetzen konnten, wurden Teile des Altenkirchener Volkssturmbataillons noch in den Strudel der Kämpfe hereingerissen. Leider gibt es hierzu nur wenige Belege. Eine Beurteilung über ein bei Weyerbusch der kämpfenden Truppe zugeführten Bataillon möchten wir hier wiedergeben:

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General Carl Püchler: ” Reinbuttern, wer greifbar ist!”

Am 23. März 1945 traf in Weyerbusch ein im Raum Altenkirchen zusammengezogenes Volkssturmbataillon ein. Wahrscheinlich handelte es sich hierbei um die auf Befehl von General Carl Püchler zusammengezogenen, wehrfähigen Männer aus der Umgebung Altenkirchen-Stürzelbach. Püchler war Kommandeur des LXXIV. Armeekorps und hatte seinen Korps-Gefechtsstand in Stürzelbach einquartiert. Spricht man mit Veteranen, die ihm im März 1945 unterstellt waren, so erfreute sich Püchler keiner großen Beliebtheit. Püchler soll nach dem Grundsatz “Reinbuttern, wer greifbar ist” befohlen und gehandelt haben. Auffangkommandos, die durch Püchler mit weitreichenden Vollmachten ausgestattet waren, taten ihr übriges, um dessen Befehle in die Tat umzusetzen. So wurden noch unmittelbar kurz vor Kriegsende noch Hundertschaften in den sinnlosen Tot getrieben.

Das Volkssturmbataillon war in der Nacht zum 23. März bei Weyerbusch dem II. Bataillon des Panzergrenadierregiments 29 (3. Panzergrenadier Division) unter der Führung von Hauptmann Kurt Ahlers unterstellt worden. Hauptmann Ahlers berichtete über die Moral und den  Ausbildungsstand der Jungs und alten Männer:

  „…völlig mürrische kampfunlustige Soldaten, deren Kampfwert nach Urteil des Volkssturm-Bataillonsführers gleich Null ist, lediglich mit Schanz- und Tarnaufgaben vertraut – Teile haben bisher am Rhein geschanzt – ausgerüstet mit italienischen und französischen Gewehren und MG 15.

Alter der Kompanieführer liegt bei 61, 59 und 52 Jahren. Durchschnittsalter der Volkssturmsoldaten ist 40 Jahre. Nur wenige Junge haben eine infanteristische Ausbildung erhalten. Handhabung der Panzerfaust in Masse unbekannt. Zwei MG-Schützen wissen nicht in der Handhabung ihres MG Bescheid. In der Zuweisung solcher Bataillone besteht kein Grundstock für eine neu aufzubauende Kampflinie. Ein geschlossener Einsatz des Bataillons ist unmöglich, es wird beabsichtigt, die Kompanien in die Kampfgruppen der 3. Panzergrenadier-Division aufzuteilen.”

So sah Hitlers letztes Aufgebot aus. Alte Männer bei der Vereidigung. (c) Bundesarchiv Bildsignatur 146-1978-087-24.

So sah Hitlers letztes Aufgebot aus. Alte Männer während der Vereidigung.
(c) Bundesarchiv Bildsignatur 146-1978-087-24.

Alles im Zusammenhang mit dem Volkssturm war mit größten Schwierigkeiten verbunden. So wird zum Beispiel betreffend der Ausbildung angegeben: „Es standen kaum Karabiner, keinerlei Maschinengewehre und keinerlei Panzerfäuste für die Ausbildung zur Verfügung. Erst ab Ende Januar wurde in der letzten Ausbildungsstunde vor dem Einsatz MG und Panzerfaust gezeigt, allerdings nicht im Schuss. Die Schießausbildung wurde oftmals nur mit Kleinkalibergewehren durchgeführt und war in keiner Weise mit dem realen scharfen Schuss, wie er aus einem Karabiner ausgelöst wird, zu vergleichen.“

Leider konnte dieses Volkssturmbataillon nicht näher identifiziert werden, jedoch ließ sich der Weg dieser Kampfgruppe unter Hauptmann Ahlers in der Zeit vom 23.3. bis 27.3.1945 nachvollziehen. So kam die Kampfgruppe Ahlers über Weyerbusch nach Irsen, von dort von Ölsen nach Birkenbeul. In den genannten Orten wurde Ahlers Kampfgruppe immer wieder in Rückzugsgefechte mit den nachfolgenden Amerikanern verwickelt. Oberhalb Niederirsen wurde ein flüchtender Volkssturmmann durch eine amerikanische MG-Garbe getroffen, er erlitt einen Bauchschuss und sollte aus Wissen stammen. Der Volkssturmmann soll zwei Tage später an den Folgen dieser Verwundung verstorben sein; unter Umständen handelte es sich hier um den 56-jährigen Ludwig Hörle, welcher auf der Kriegsgräberstätte WISSEN bestattet ist?

Als der Untergang des Dritten Reiches bereits besiegelt war, versuchten man mit dem Volkssturm den alliierten Vormarsch aufzuhalten. An der Westfront kam dieses Aufgebot erstmalig nach der Eroberung der Brücke von Remagen zum Kampfeinsatz. Die älteren Volkssturmmännern waren bereits häufig schon Soldaten des Ersten Weltkrieges gewesen, ihnen war die Sinnlosigkeit ihrer Einsätze bewusst. Dahingegen kämpften besonders die durch NS-Ideologie aufgestachelten Hitlerjungen oft verbissen bis zu ihrem Tod. Meist standen für die Volkssturm-Soldaten keine Uniformen zur Verfügung, dafür aber sollte jeder eine Armbinde mit der Aufschrift “Deutscher Volkssturm – Wehrmacht” tragen.

 

 

Quellen:

Kriegstagebuch der 1. US. Infanteriedivision
G2-Periodic Report, 27 March 1945
National Archive, Washington, USA

Kriegstagebuch der 104. US Infanteriedivision
G2-Order of Battle Notes,
National Archive, Washington, USA

Kriegstagebuch der 104. US Infanteriedivision
413. US Infanterieregiment, 25 bis 27. März 1945
(G2-Berichte mit Auswertung der in Gefangenschaft geratenen deutschen Soldaten)
National Archive, Washington, USA

Deutscher Volkssturm. Das letzte Aufgebot 1944/45
Franz W. Seidler, München 1989

Derschener Volkssturm im Kriegseinsatz
Emil Georg

Aufzeichnungen und Mitteilungen
Erich Bäcker

Volkssturm, nichts weiter als Kanonenfutter

Bis zum Kriegsende wurden in ganz Deutschland rund 700 Volkssturm-Bataillone aufgestellt

VolkssturmIm Herbst 1944 waren in Deutschland rund fünf Millionen Männer der Jahrgänge 1895 bis 1925 noch immer “uk-gestellt”. Uk-gestellt bedeutete, dass diese Männer innerhalb der Heimat unabkömmlich für den Kriegseinsatz waren. Das waren mehr UK-Gestellungen, als die Wehrmacht im Herbst 1944 Soldaten im Feldheer zur Verfügung stehen hatte. Diese Massen wollte sich die Nazi-Führung noch kurz vor dem totalen Untergang nutzbar machen. Am 18. Oktober 1944 wurde der Volkssturm in Leipzig angekündigt und auf Führererlass vom 25. September 1944 an, wurden die ersten Bataillone aus dem Boden gestampft und aufgestellt.

Führererlass, 25. September 1944

Bildung des Deutschen Volkssturms

Nach fünfjährigem schwersten Kampf steht infolge des Versagens aller unserer europäischen Verbündeten der Feind an einigen Fronten in der Nähe oder an den deutschen Grenzen. Er strengt seine Kräfte an, um unser Reich zu zerschlagen, das deutsche Volk und seine soziale Ordnung zu vernichten. Sein letztes Ziel ist die Ausrottung des deutschen Menschen.

Wie im Herbst 1939 stehen wir nun wieder ganz allein der Front unserer Feinde gegenüber. In wenigen Jahren war es uns damals gelungen, durch den ersten Großeinsatz unserer deutschen Volkskraft die wichtigsten militärischen Probleme zu lösen, den Bestand des Reiches und damit Europas für Jahre hindurch zu sichern. Während nun der Gegner glaubt, zum letzten Schlag ausholen zu können, sind wir entschlossen, den zweiten Großeinsatz unseres Volkes zu vollziehen. Es muß und es wird uns gelingen, wie in den Jahren 1939 bis 1941 ausschließlich auf unsere eigene Kraft bauend, nicht nur den Vernichtungswillen der Feinde zu brechen, sondern ihn wieder zurückzuwerfen und solange vom Reich abzuhalten, bis ein die Zukunft Deutschlands, seiner Verbündeten und damit Europas sichernder Friede gewährleistet ist.

Dem uns bekannten totalen Vernichtungswillen unserer jüdisch-internationalen Feinde setzen wir den totalen Einsatz aller deutschen Menschen entgegen.

Zur Verstärkung der aktiven Kräfte unserer Wehrmacht und insbesondere zur Führung eines unerbittlichen Kampfes überall dort, wo der Feind den deutschen Boden betreten will, rufe ich daher allen waffenfähigen deutschen Männer zum Kampfeinsatz auf.

Ich befehle:

  1. Es ist in den Gauen des Großdeutschen Reiches aus allen waffenfähigen Männern im Alter von 16 bis 60 Jahren der deutsche Volkssturm zu bilden. Er wird den Heimatboden mit allen Waffen und Mitteln verteidigen, soweit sie dafür geeignet erscheinen.
  2. Die Aufstellung und Führung des deutschen Volkssturms übernehmen in ihren Gauen die Gauleiter. Sie bedienen sich dabei vor allem der fähigsten Organisatoren und Führer der bewährten Einrichtungen der Partei, SA, SS, des NSKK und der HJ.
  3. Ich ernenne den Stabschef der SA, Schepmann, zum Inspekteur für die Schießausbildung und den Korpsführer der NSKK, Kraus, zum Inspekteur für die motortechnische Ausbildung des Volkssturms.
  4. Die Angehörigen des deutschen Volkssturms sind während ihres Einsatzes Soldaten im Sinne des Wehrgesetzes.
  5. Die Zugehörigkeit der Angehörigen des Volkssturms zu außerberuflichen Organisationen bleibt unberührt. Der Dienst im deutschen Volkssturm geht aber jedem Dienst in anderen Organisationen vor.
  6. Der Reichsführer SS ist als Befehlshaber des Ersatzheeres verantwortlich für die militärischen Organisationen, die Ausbildung, Bewaffnung und Ausrüstung des deutschen Volkssturms.
  7. Der Kampfeinsatz des deutschen Volkssturms erfolgt nach meinen Weisungen durch den Reichsführer SS als Befehlshaber des Ersatzheeres.
  8. Die militärischen Ausführungsbestimmungen erläßt als Befehlshaber des Ersatzheeres der Reichsführer SS Himmler, die politischen und organisatorischen in meinem Auftrage Reichsleiter Bormann.
  9. Die Nationalsozialistische Partei erfüllt vor dem deutschen Volk ihre höchste Ehrenpflicht, indem sie in erster Linie ihre Organisationen als Hauptträger dieses Kampfes einsetzt.

Führer-Hauptquartier, den 25. September 1944

Der Führer: Adolf Hitler
Der Leiter der Parteikanzlei: M. Bormann
Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht: Keitel
Der Reichsminister und Chef der Reichskanzlei: Dr. Lammers

 

Die vier Aufgebote des Volkssturmes:

  • Das erste Aufgebot erfasste hierbei alle zum Kampfeinsatz tauglichen Jahrgänge 1924 bis 1884 (der 20- bis 60-Jährigen), die keine lebenswichtige Funktion in der Heimat erfüllten. Die Masse war älter als 50 Jahre und hatte bereits im Ersten Weltkrieg gedient. Vorgesehen war ein ununterbrochenerbis zu sechs Wochen andauernder Einsatz außerhalb der Ortsgrenzen und eine Unterbringung der Einheiten in Gemeinschaftsunterkünften. Das erste Aufgebot erfasste zusammen rund 1,2 Millionen Mann.Die Masse der Volkssturmangehörigen des ersten Aufgebotes wurde noch zum Anlegen von Verteidigungsstellungen besonders im den Bereichen bei Aachen und später am Rhein eingesetzt. Diese ersten Aufgebote waren auch die regulären Volkssturmeinheiten, die zu vorrangig eingezogen wurden.
  • Im zweite Aufgebot erfasste man die gleichen Jahrgänge wie es innerhalb des ersten geschehen war, allerdings wurden hier Männer erfasst, welche gemeinschafts- oder staatswichtige Funktionen in der Heimat erfüllten, dieses waren die “uk-gestellten”. Die Angehörigen des zweiten Aufgebotes sollten immer und generell nur in Heimatnähe und nur kurzzeitig eingesetzt werden. Das zweite Aufgebot umfasste zusammen 2,8 Millionen Mann.Erich Esch gehörte dem zweiten Aufgebot an. Er stammt aus Leverkusen und war eigentlich “uk-gestellt”, Erich Esch ist am 24. März 1945 als Angehöriger des Volkssturmbataillons 113 während der Gefechte um die B8 in der Nähe von Uckerath-Striefen gefallen. Identifiziert werden konnte er nur, weil er noch immer den an seiner Uniform (seine eigentliche Berufskleidung) angebrachten Werksausweis der IG-Farben-Fabriken in Leverkusen trug.
  • Das dritte Aufgebot erfasste die Jugendlichen der Jahrgänge von 1925 bis 1928, sofern diese nicht bereits bei der Wehrmacht oder der Waffen-SS im Dienst standen. Besonders der Jahrgang 1928 sollte noch bis zum 31. März 1945 in der Hitlerjugend (HJ) und dem Reichsarbeitsdienst (RAD) militärisch ausgebildet werden, um anschließend dem Volkssturm zugeführt zu werden. Das Groß waren 16-jährige Angehörige der Hitlerjugend, die nun endlich ihre Chance sahen, und ihren “Anteil am bevorstehenden Endsieg” haben wollten. Viele waren fanatisch und freiwillig dabei, viele von ihnen erlebten das Kriegsende nicht mehr. Das dritte Aufgebot umfasste das rund 600.000 Jungs.Der Kölner Karl Th*** war im März 1945 als 13-jähriger mit der Einverständnis seiner Eltern in Volkssturm und somit in den Krieg gezogen. Er schoss im Remagener Brückenkopf einen amerikanischen Panzer mit der Panzerfaust ab. Karl Th*** wurde bis zur Kapitulation im Ruhrkessel als ein Held gefeiert, um dann wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen zu werden. Viele seiner Kameraden starben unmittelbar vor Kriegsende den “Heldentod”.
  • Im vierten Aufgebot wurden ab Mitte Februar 1945 alle zum Kampfeinsatz nicht (mehr) tauglichen Jahrgänge erfasst, hierzu war auch erstmalig keine ärztlichen Untersuchungen notwendig. Plötzlich verfügte man nun auch über Männer mit körperlicher Behinderung genau so wie über Männer, die an Herzkrankheiten litten. Die Angehörigen des vierten Aufgebotes sollten lediglich Wach- und Sicherungsaufgaben durchführen, trotzdem kam ein kleiner Teil dieser Volkssturmangehörigen auch noch zum Einsatz an der Front. Das letzte Aufgebot zählte 1,4 Millionen Mann.Dem vierten Aufgebot wurden auch Soldaten und Patienten aus Lazaretten zugeführt. Jeder der noch eine Waffe tragen konnte, sollte plötzlich besonders ab März 1945 noch kampffähig sein und musste in den Kriegseinsatz. So wurde auch in Wissen das im Krankenhaus eingerichtete Armeelazarett durch Feldgendarmerie durchkämmt und alle Männer, die noch in irgendeiner Weise eine Waffe tragen konnten, der kämpfenden Truppe zugeführt. Darunter befand sich auch der Soldat Karl-Heinz Israel er war als Schwerstverwundeter ins Lazarett nach Wissen gekommen und er starb am 30. März 1945 in Betzdorf während der Kämpfe um den Siegübergang.

Bekannt für den Einsatz bzw. Nachweisbar auf Grund von Vermisstenschicksalen in den Regionen des damaligen Brückenkopf von Remagen und dem Ruhrkessel sind die folgenden Bataillone und Kompanien:

Volkssturm-Bataillon Altenkirchen >>> kämpfte mit je einer Kompanie bei Flammersfeld und bei Willroth.
Volkssturm-Bataillon Bonn   >>> nur im Fragment im Brückenkopf vertreten, der Wehrmacht eingegliedert.
Volkssturm-Kompanie Derschen >>> Kampf bei Neuwied, Rückmarsch über Horhausen bis nach Döttesfeld, Seifen.
Volkssturm-Bataillon Freikorps Sauerland >>> Besondere Teilnahme an den Kämpfen in und um Siegen.
Volkssturm-Bataillon Köln >>> nur im Fragment im Brückenkopf vertreten, der Wehrmacht eingegliedert.
Volkssturm-Bataillon Leverkusen >>> während der Kämpfe um die Festung Uckerath als eigenständiges Bataillon eingesetzt, dann Unterstellung der Wehrmacht.
Volkssturmkompanie Politt >>> Gemeinsam mit der 363. Volksgrenadier Division an den Remagener Brückenkopf.
Volkssturmkompanie Troisdorf >>> Kämpfte bei Hennef-Siegburg

 

 

Erkennungsmarken

Erkennungsmarken

An einem alten Feldweg, gelegen im tiefen Bergischen Land, fand ich bereits vor einiger Zeit diese Erkennungsmarken. Verteilt auf ca. 3m² kamen insgesamt 16 Stück zum Vorschein, die zum Teil in 3er Paketen aneinander klebten. Hierdurch war also klar, dass die Marken zusammen weggeschmissen wurde.

Es handelt sich um Marken, die an eine Fallschirmtruppe ausgegeben worden sind. Seit Kriegsbeginn wurden Erkennungsmarken der Grenztruppen z.B. mit der Feldpostnummer codiert und bei Luftwaffeneinheiten wurde ein Code angebracht, der aus einer Einheitsnummer bestand, welcher sich aus der Mobilisierungsliste und der Kennnummer des Soldaten zusammensetzte. Die Codierung wurde aus Tarnungsgründen eingeführt, damit die Einheit nicht identifizierbar war, wenn der Besitzer der Marke in Gefangenschaft geriet. Die hier vorliegenden Marken identifizieren die Bäckerei-Kompanie 3 der 3.Fallschirmjäger Division.

Die 3. Fallschirmjäger Division war bei Bonn über den Rhein gegangen und nahm an den Kämpfen um den Brückenkopf von Remagen im Siebengebirge teil. Im Raum Hennef – Siegburg überquerten die schwachen Reste der Division die Sieg. Es kam noch zu hinhaltenden Rückzugskämpfen in den Räumen von Troisdorf, Rösrath, Bensberg, Halzenberg und Wermelskirchen, nur ein von der Division getrenntes Regiment kämpfte in Siegen. In der Not, Soldaten für den Fronteinsatz freizubekommen, wurde die Bäckereikompanie ab dem 7. April 1945 erstmalig ausgekämmt. Ob die ehemaligen Besitzer dieser Marken ebenfalls noch zum Kampfeinsatz gekommen sind, ist unbekannt, aber liegt im Bereich des Möglichen. Unter Umständen haben am Fundort sechzehn Soldaten für sich selbst entschieden, dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten, haben sich ihrer Sachen entledigt und einfach Schluss gemacht.

Ich habe im weiteren Umfeld trotz mehrere Nachsuchen außer einem Bajonett für den 98k leider keine zusätzlichen nennenswerte Funde mehr gemacht. Dennoch ich habe die Stelle nicht abgehakt und werde dort noch fleißig weitersuchen.

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Erkennungsmarke mit der Nummer 217486, wodurch die Bäckereikompanie der der 3. Fallschirmjäger Division identifiziert wird. Die untenstehende Nummer ist dem einzelnen Soldaten zuzuordnen. Im Krieg war eben jeder nur eine Nummer. Copyright beide Fotos: Simon

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Gesamtansicht aller 16 Erkennungsmarken.

Panzergranate im Wald bei Birnbach

Im Wald bei Birnbach /Westerwald wurde der Blindgänger einer 90mm Panzergranate durch den KMRD Koblenz geborgen.

Das Geschoss stammt vom amerikanischen M36 Panzerjäger der 3. US Panzerdivision, die in dem Bereich in Gefechten mit Resten der 11. Panzerdivision stand. Das der Blindgänger einem der eher seltenen M26-Pershings zuzurechnen ist, dürfte wohl recht unwahrscheinlich sein, da die wenigen Pershing-Panzer weiter südlich im Rahmen der 3. PD eingesetzt waren und bei Mehren standen.

Der M36 Panzerjäger und der M26-Pershing Kampfpanzer waren beide ausgerüstet mit der M3-Kanone im Kaliber 90mm, welche der bekannten deutschen 8,8cm ebenbürtig war. Bei dem Geschoss handelt es sich um das Projektil “A.P.C.-T., 90mm, M82” Das Gewicht liegt bei rund 12 Kilogramm. Die Granate besteht im wesentlichen aus:

  • Granatkörper
  • Kappe
  • ballistische Haube
  • Sprengladung “D” (Ammoniumpikrat)
  • Zünder BD M68

Sprengladung “D” bzw. “Dunnit”

Die Sprengladung “D”, früher “Dunnit” basiert auf Salzen auf Ammoniumbasis. Diese können unter Witterungseinflüssen leicht instabil werden, wodurch sich Salzkristalle in Gewindegänge verflüchtigen können. Unter Anwesenheit von Blei, Kupfer und Eisen wird die Kristallbildung wesentlich gefördert.

Wird das Gewinde nun beansprucht, kann es zur Umsetzung des Sprengstoffes kommen. Darüber hinaus ist der Sprengstoff stark giftig und steht unter Verdacht, krebserregend zu sein. Kommt es zur Verbrennung werden giftige und ätzende Gase freigesetzt. Besonders bei starker Erwärmung durch Brand kann die Ladung schlagartig umsetzen und zur Detonation gelangen. Wenn “Dunnit” in Brand geraten ist, darf der Sprengstoff wegen der erhöhten Detonationsgefahr nicht gelöscht werden, sondern soll kontrolliert ausbrennen, Brandbekämpfung darf nur aus sicherer Deckung erfolgen. “Dunnit” ist schlag- und reibempfindlich, es entsteht erhöhte Explosionsgefahr bei Kontakt mit Reduktionsmitteln (Oxidanten, Sauerstoffträger bzw. Lieferanten). Die Zersetzungstemperatur liegt bei 265 bis 271 Grad, zur Detonation reicht ein Temperaturanstieg auf 423 Grad.

Der Zünder B.D. M68

Der Zünder B.D. M68 ist in einem dreiteiligem Körper untergebracht und verfügt über einen Leuchtspursatz, Zündmechanik und Detonator mit Verstärkungsladung. Nach Abschuss der Granate wird der enthaltene Leuchtspursatz angefeuert, dieser brennt mit einer Dauer von etwa drei Sekunden. Bei Aufprall durchsticht der Schlagbolzen durch die Energie der Fliehkraft eine Messingsicherung (ab 1946 eine dünne Stahlplatte) und initiiert die Zündkapsel, wodurch es innerhalb von 0,01 Sekunde zur Detonation der eingebrachten Sprengladung kommt.

 

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90mm Panzergranate im Wald bei Birnbach. Aufliegend zum Größenvergleich ein 2-Euro-Stück.

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Schematische Darstellung der M82-Panzergranate.

B.D. M68

B.D. M68

Quellen:

Armor-Piercing Ammunition for Gun, 90-mm, M3
Office of the Chief of Ordnance
Washington, Januar 1945
Handbuch der gefährlichen Güter
G. Hommel
Springer-Verlag, Heidelberg
Arbeitsanleitung für Einsatzleiter der Feuerwehren und Luftschutzdienste
Vorschriftenreihe II. WK, Autor und Datum unbekannt
Sicherheitstechnische Kenndaten chemischer Stoffe
Günther Sorbe
Landsberg
Practical Military Ordnance Identification
Tom Gersberg
Florida, 2014

Lancaster-Absturzstelle lokalisiert….

Hallo zusammen,

durch einen Hinweis aus dem “Ruhrpott” konnten wir nach vorheriger Kurzrecherche die Absturzstelle einer englischen Short Stirling ( viermotoriger Bomber ) lokalisieren.

Das passt auch mit englischen Verlustangaben überein.

Vor Ort konnte ein großes Streufeld von Teilen des Absturzes festgestellt werden.

Neben Duralblechen aller Art, teils mit Baugruppennummern, kam noch eine Navigations-Kalibrierscheibe mit REF-Nummer ans Tageslicht….

Es handelt sich hier um eine Short Stirling der 7. Squdron, serial-no: W 7629, Kennung: MG-Z

Die Maschine war am 7.9.1944 bei der Bombardierung von Duisburg aus noch ungeklärter Ursache nördlich von Moers abgestürzt. Alle 7 Besatzungsmitglieder kamen damals beim Absturz um.

Aus verständlichen Gründen wird die genaue Absturzstelle nicht genannt.P1040706 P1040715 P1040817 P1040818 P1040819 P1040806

Grüße

Karacho

Halifax N 6020 von Kötterichen / Eifel

Zum Absturz der Halifax N 6020 von Kötterichen / Eifel

Hallo zusammen,

die Arbeitsgemeinschaft-Vermisstenforschung um Uwe Benkel hat auch zu diesem Bomber-Absturz im 2. Weltkrieg zur Klärung beigetragen.

Bei einem Treffen der AG und Familienangehörigen der damaligen Bomberbesatzung in Kötterichen wurde die Absturzstelle besucht mit anschließender Kranzniederlegung auf dem Friedhof in Uersfeld.

Der Zeitungsartikel im Anhang

Viele Grüße

Karacho

Im-Zweiten-Weltkrieg-über-der-Eifel-abgeschossen

Klick aufs Bild öffnet ein neues Fenster mit hochauflösender Grafik.

halifax

Eine Halifax, wie sie in der Eifel abgestürzt ist.

Alles neue bringt der Mai?

“Alles neue bringt der Mai” sagt ein Sprichwort.

Dieses Mal ist es nicht der Mai, sondern der Oktober.

Aus verschiedenen Gründen haben wir unser Forum abgeschaltet, die Gründe hierzu sind hinlänglich bekannt und müssen nicht noch einmal erläutert werden.

Weil sich jedoch einige hochqualifizierte Leute zusammengefunden haben und wir dass Fachwissen nebst Kompetenzen nicht wieder verlieren wollen, haben wir uns dazu entschlossen, verschiedenen Leuten aktiv die Mitarbeit an unsere Homepage zu ermöglichen.

Wir freuen uns besonders, dass nun Rene, der einigen aus dem Forum bereits als Karacho bekannt sein dürfte, und Simon, der **Seppel** im alten Forum, mit auf unser Boot gestiegen sind.

Rene ist der Fachmann in der Kategorie „Luftkampf“ und Simon ist unser “Indianer Jones”, denn er begibt sich für Euch auf Spurensuche.

 

Herzlich Willkommen euch beiden und viel Spaß hier!

 

Lieben Gruß

 

Rebecca Schäfer

 

Hier sind wir zuhause:

Etappe 1 > Von Au nach Wissen

Etappe 1 > Von Au nach Wissen

 

Ich bin dann gestern während strömendem Regens mit der Bahn von Betzdorf über Wissen nach Au gefahren. Trotz des extrem schlechten Wetters waren in Au knapp 40 Wanderer zusammengekommen, aus Herdorf, Wissen, Altenkirchen, darunter auch ein paar sehr rüstige Senioren im Alter von 80 Jahren und mehr. Mit einigen kam ich noch in interessante Gespräche. Niemand hätte gedacht oder erahnt, dass so viele Rucksackträger dem Wetter trotzen und an der Wanderung teilnehmen würden. Empfang der Wandergruppe und Vorstellung des Wanderführers Felix Knopp erfolgte im Bahnhofgebäude, das übrigens trotz der 1945 erfolgten Luftangriffe und des Artilleriebeschusses heute noch immer eine sehr gute Figur macht und in dem wir noch eine Weile ausharren, bis der erste schwere Schutt nachgelassen hat. Bevor es endlich los ging, wollte Petrus aber gerne noch einmal zeigen was er in Petto hat und ließ es noch einmal “so richtig ordentlich pissen”, wie ein Altenkirchener Mitwanderer zu mir sagte “Wat nu ronner küt, rähnt gleich nimmer”, er hatte recht, was jetzt runter kam, konnte später nicht mehr Regnen. Dafür regnete es jedoch die ersten vier bis fünf Kilometer beinahe unaufhörlich, nachdem man auf der Höhe zwischen Halscheid und Opperzau angelangte, gesellte sich noch kräftiger ein kräftiger Wind hinzu.

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Der Bahnhof Au, hier mit Sicht auf die amerikanische Linien im Wald hinter der Sieg. Wer sich wundert, weil es auf dem Foto nicht Regnet: ich habe während der Wanderung nur eine Fotografie gemacht, diese Bild ist älter.

Teile der ersten Wegstrecke waren für mich besonders interessant, da ich den Weg bereits durch eine Begehung kannte, die ich in den späten 1990er Jahren unternommen hatte. Damals begleiteten mich deutsche und amerikanisch Veteranen, die noch einmal auf den Wegen ihrer Geschichte wandeln wollten. Hierunter befand sich auch der damalige Unteroffizier Paul Dettmer, den man beim Forsthaus Au zum Führer einer Kampfgruppe ernannte und bereits am 1. April 1945 in Richtung Halscheid losschickte, wo er eine Straßensperre vorbereiten sollte, mit dem Befehl, sämtliche Durchgangsversuche der Amerikaner zu vereiteln. Paul Dettmer hatte aber kein großes Verlangen danach, noch so knapp vor Kriegsende sein Leben zu riskieren oder aber das Leben der ihm anvertrauten Volksstürmer und Hitlerjungen. Er entschied sich dazu, sich in den Wäldern zurückzuziehen und wenigstens dem Anschein nach seinem Auftrag nachzukommen, mit der Absicht, sich sobald der Amerikaner kommt, zu ergeben. Pauls Gruppe ging am Nachmittag des 6. April 1945 in Gefangenschaft, hatte keinen einzigen Schuss abgegeben und keinerlei Verluste hingenommen. Er war den Amerikanern in einem Hohlweg mit weißer Fahne entgegenmarschiert und fragte auf Englisch: “Mensch! Wo bleibt ihr denn!” Für Paul war der Krieg vorbei, er und seine Jungs kamen in Gefangenschaft, die nur bis zum 8. April andauerte. Sein “Zweitage-Gefangenenlager” war im Forsthaus, wo sich zuerst der Gefechtsstand seiner vorigen Kompanie, dann jedoch ein amerikanischer Kommandoposten befand.

Im gemütlichen Trab führte der Weg rund 4,5 Kilometer mit leichter Steigung bis nach Halscheid, von dort biegen wir rechts ab.

Der Natursteig Sieg wird vorgestellt

Am 7. Oktober 2014  >>> Wandern mit der Rhein-Zeitung, es wird der Natursteig-Sieg erkundet. <<<

Morgen beginnt die Wanderung mit der ersten von sechs Etappen. Da diese Wanderungen zum Teil auch durch die ehemaligen Frontgebiete aus März und April 1945 führen werden, möchte ich diese Gelegenheit nutzen, um selbst einmal zu sehen, was man vielleicht noch von damaligen Front- und Verteidigungsstellungen erkennen kann.

Die Morgen stattfindende Wanderung führt vom Bahnhof Au über Halscheid nach Bitzen zum Bahnhof Wissen. Ich bin dabei und freue mich schon drauf. Naja, wenn ich den Weg von Rund 19 Kilometern überhaupt schaffen sollte. 😉

Hier ein Link von der Rhein-Zeitung mit der Ankündigung der Wanderung:

Und ein weiterer Link von der Seite “ich geh wandern”, wo der Verlauf der Strecke festgehalten ist.

Ganz wichtig auch dieser Link von der Seite “Naturregion Sieg”. Hier werden alle Etappen der Wanderung mit der Rhein-Zeitung mit Treffpunkt, Uhrzeit und Ort angegeben. Also, wer mitwandern will, findet hier alle Informationen.

Den jetzt folgenden Link finde ich ganz besonders Interessant: Hier werden alle Etappen des Wanderweges zwischen Siegburg und Mudersbach vorgestellt. Es gibt zudem für die Selbst-Wanderer, die mit einem GPS-Gerät ausgerüstet sind, GPX-Dateien zu runterladen. Damit lassen sich die Routen auch ohne Führung und ohne Ortskenntnisse durchwandern.

Ich werde auf diesen Seiten in lockerer Reihenfolge über die Wanderung berichten.

Bericht im Wissener Mitteilungsblatt

Die aktuelle Ausgabe des Wissener Mitteilungsblatt berichtet ausführlich und mit Bildern über unsere Recherchen…

 

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April 1945 – Die gesprengte Siegbrücke wird mit einer Bailey-Brücke für den amerikanischen Vormarsch wieder fahrbar gemacht. Zu sehen ist das Brückengerüst und im Hintergrund die Wissener Altstadt. Das Gebäude rechts beherbergt heute die Gaststätte Old Bakery

Ghostfoto

Ghostbilder

 

Ein Geisterfoto…Hier geht es nicht um Übernatürliches oder um Esoterisches!

Geisterbilder entstehen, wenn Fotos aus der Vergangenheit auf Bilder der Jetztzeit treffen, wenn also ein altes Bild aus vergangenen Tagen durch Computermanipulation über eine aktuelle Fotografie gelegt wird. So entsteht der Eindruck, dass die Geister der Vergangenheit in unsere Zeit gereist sind und uns ein Nacherleben der Szenerie von vor vielen Jahren vor die Augen führen kann.

In den vergangenen Jahren unserer Recherchen haben wir eine ganze Reihe Fotografien zu den letzten Kriegstagen aus der Region erhalten. Um Ihnen durch eine Art Zeitsprung zu ermöglichen, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, werden wir in den nächsten Wochen verschiedene der Fotografien mit aktuellen Bildern abgleichen und eigene “Ghosts of the Past” zaubern. Diese “Geister der Vergangenheit” stellen wir Ihnen auf diesen Seiten vor.

Falls Sie Abzüge dieser Geisterbilder erwerben möchten, dann sprechen Sie uns gerne an.

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Noch während sich in der Brückhöfe bei Wissen heftige Gefechte abspielten, waren in der Nacht zum 6. April 1945 Pioniere der 78. US Infantry Division durch die Sieg geschwommen, um Taue zu verankern, an denen zunächst ein Infanteriesteg befestigt war, über den die Infanteristen des 309. US Infantry Regimentes ihren Angriff über die Sieg vorantrugen. Dieser Infanteriesteg wurde dann ab dem 7. April 1945 durch die Baker-Kompanie des Pionierbataillons zu einer zweigleisigen Pontonbrücke erweitert, die sogar Fahrzeuge bis 40 Tonnen tragen konnte. Gleich am Ende der Pionierbrücke steht noch heute das Alte Zollhaus in der Brückhöfe.

Schicksal eines in Wissen gefallenen Soldaten

Nach beinahe 70 Jahren ein Gefallenenschicksal geklärt

 

Gestern hatte ich für rund 1 1/2 Stunden Besuch aus Wissen erhalten.

Mir wurde ein Nachlassbrief, ein Sterbebild und zwei Grabfotos zu einem Gefallenenschicksal der letzten Kriegstage vorbeigebracht.

Hierdurch konnte ein Gefallenenschicksal geklärt werden – leider sind diese Details so nicht in unserem Buch zu finden.

Das zum Nachlass gehörende Sterbebild wird noch weiter nach den Hintergründen erforscht werden müssen, jedoch steht schon jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit fest, dass die beiden Soldaten sich gekannt haben. Der eine, Karl Hipp, starb am 26. März 1945 in Friedewald, der andere, Rudolf Glänzel fiel währen der Kämpfe um die Sieg bei Wissen. Die ganze Geschichte finden Sie hier:  Rudolf Glänzel, Gefallen am 5.4.1945 in Wissen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Fotografie von Hans Schneider, der 1945 als Ausbildungsoffizier in der 363. Volksgrenadier Division tätig war. Das Foto zeigt “Angehörige des I. Bataillons vom GR. 957 bei Hagdorn, die auf den Angriffsbefehl warten.” Ob sich auf der Fotografie auch der Gefreite Glänzel befindet ist unklar, aber die Möglichkeit besteht.

 

Bild 7: Hans Schneider, Ausbildungsoffizier in der 363. Volksgrenadier Division: “Angehörige des I./GR.957 sind bei Hagdorn (nördl. Wissen) in Stellung und erwarten den Angriffsbefehl.” Einige von Ihnen werden die Kämpfe um den amerikanischen Brückenkopf in Brückhöfe vermutlich nicht überlebt haben.

“Angehörige des I./GR.957 sind nördlich von Wissen bei Hagdorn in Stellung und erwarten den Angriffsbefehl.” Fotografie von Hans Schneider, damals Ausbildungsoffizier in der 363. VGD

Marinesoldaten im Erdkampf

Marinesoldaten im Erdkampf

Warum kämpfen deutsche Marinesoldaten im Brückenopf von Remagen?

1945 waren viele der im Erdkampf eingesetzte Soldaten Angehörige der Luftwaffe oder auch Marine. Darauf haben wir in unserem Buchtitel “Das Kriegsende in der Heimat” hingewiesen und auch die Kämpfe der Kampfgruppe Dänemark geschildert, in deren Reihen sehr viele Marinesoldaten gemeinsam mit Luftwaffe und Volksstürmern neben regulären Infanteristen kämpften.

Oft wurden wir gefragt, warum das so war. Die Antwort hierauf ist eigentlich ganz einfach: für Luftwaffenangehörige waren keine Flieger mehr vorhanden, die Marine musste auch kaum noch Schlachten auf dem offenen Meer schlagen, viele Schiffe waren bereits versenkt. Die meisten Kämpfe spielten sich mittlerweile auf dem Boden ab, hier war es während der letzten Monate zu erschreckend hohen Verlusten gekommen, die durch regulären Ersatz nicht mehr auszugleichen waren. So wurden immer häufiger Soldaten aller Waffengattungen innerhalb der Heerestruppen eingesetzt. Als Beispiel schauen wir uns einmal Marineverbände an, die im Brückenkopf von Remagen eingesetzt worden waren.

Bereits seit 1940 gab es diverse Marineanlagen entlang des Rheins, der Donau und den anderen größeren Flüssen. Am Rhein befanden sich z.B. in Mannheim-Sandhofen, Köln, Friedrichshafen/Bodensee usw. Marinestützpunkte innerhalb des Festlandes, die jedoch alle dem Oberbefehlshaber der Marine unterstanden. Das gesamte Personal wurde ebenfalls von der Marine gestellt. Diese Marinesoldaten sollten Seeflugzeuge, die im Süd- und im Südostraum im Einsatz waren und verlegt wurden, tanken, reparieren, warten etc. Der Rhein war, genau wie die meisten anderen großen Flüsse, sehr stark frequentierte Routen für diese Seeflugzeuge der Luftwaffe. In Folge des Zusammenbruchs der Fronten wurden überall besonders ab 1945 die Verbände, die nun nicht mehr benötigt wurden, aufgelöst und ihre Soldaten immer häufiger in frontnahen Einheiten verwendet. (1)

Nachdem am 7. März 1945 die 1. US-Armee bei Remagen über den Rhein gesetzt hatte, wurde alles und jeder der kämpfenden Truppe zugeführt. Besonders im Personalstamm der Kampfgruppe Dänemark waren ein paar Hundert Mann eingesetzte, die allesamt der Marine angehörten. Sie aber kamen nicht vom Rhein, oder der Donau sondern waren bereits in Dänemark der 160. Reservedivision zugeführt worden. Es handelte sich hierbei um mehrere Marine-Ausbildungseinheiten, die ebenfalls in Dänemark stationiert waren, deren Existenz sich aber mittlerweile erübrigt hatte und die man nun in die Infanterie überführte. Die 160. Reservedivision war die Stammeinheit, von welcher die Kampfgruppe Dänemark ausgegliedert und vom Truppenübungsplatz Oksböl aus an die Brückenkopffront verschoben wurde. Gerade die Kampfgruppe Dänemark hatte während der Verteidigung der Brückenkopffront den zahlenmäßig höchsten, durchgehenden Mannschaftsbestand an Marinesoldaten, das unterstellte Marine.Sich.Btl.1216. Insgesamt war die zahlenmäßige Kampfkraft, wenigstens bis zum Eintreffen in dem Brückenkopf, als recht hoch anzusehen, die reale Kampfkraft jedoch war über allen Maßen gering, da die Soldaten den infanteristischen Einsatzt in keiner Weise gewohnt waren. Einzig und Allein waren einige wenige Marine- und natürlich Luftwaffen-Flakabteilungen, die besonders mit 8,8cm Flak in den Erdkampf eingriffen, als kampfkräftig und kampffähig anzusehen. Ihnen waren meist auch die Eindrücke bekannt, die der scharfe Schuss auf die eigene Stellung hinterließ. Hierzu gehörte auch das Marine-Sicherungs-Bataillon 1216, das bei der Ankunft am Brückenkopf über acht 8,8cm Flakgeschütze und vier 4cm Flak-28 verfügte.(2)

Genauso wurde mit den Angehörigen der Luftwaffe verfahren. Ganze Ausbildungseinheiten, die für den Luftwaffeneinsatz nicht mehr verwendbar waren, fanden fortan ihre Verwendung innerhalb der bodenständigen Heeresverbände, in der Regel als Infanteristen.

Quellen:

(1)  National Archives, USA, G-2 Journal, 1st US Army, März 1945

(2) National Archives, USA, G-2 Journal & File, 1st US Infantry Division, 19. März 1945

       Tessin, Verbände und Truppen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939-1945 , Band 07

       Wolf Keilig, Das deutsche Heer, Band II.

Kriegsende für Neitersen im März 1945

Am 26. März 1945 stand bei Neitersen eine Kampfgruppe der 9. Panzerdivision. Sie war drei Tage zuvor von Kircheib über Fiersbach, Ersfeld nach Walterschen gekommen, wo sie im Wald südlich davon die Fahrzeuge instand setzte. Unter amerikanischen Druck verlegte die Gruppe weiter nach Schürdt. Ihr Führer war Leutnant Ludwg Bauer, der die nachfolgenden Ereignisse festgehalten hatte:

Wir waren am Obernauer Kopf am Morgen des 26. März 1945 in Stellung gegangen, die Kampfgruppe verfügte noch über ein Sturmgeschütz und fünf Schützenpanzer. Der amerikanische Großangriff zielte eindeutig nach Osten. Über Einhundert Panzer stießen von Flammersfeld vor, sie teilten sich auf der Höhe in zwei Gruppen. Während die eine Gruppe nach Giershausen vorstieß, rollte die andere Hälfte über Reifferscheid-Stockhausen in Richtung Neitersen. Die ersten Panzer wurden vor 10.00 Uhr bei Schürdt gesichtet und unter Feuer genommen, was nicht unbeantwortet blieb. Ich befahl darauf den Rückzug nach Neitersen – was den Amerikanern nicht unverborgen blieb. So erhöhten Sie ab ca. 13.00 Uhr das bislang nur ver­einzelt aufgetretene Artillerie- und Granatwerferfeuer an Intensität und folgten exakt den Wegen meiner Kampfgruppe von Obernau nach Kohlhardt-Neitersen und Neiterschen. Als nach 13.30 Uhr zusätzlicher Beschuss durch schwere 15cm Artillerie einsetzte, befahl ich ein sofortiges ausweichen in die Wälder hinter Niederölfen. Auf der Höhe angekommen, zeigte sich mir folgende Lage:

Von der Höhe konnte man das gesamte Tal überblicken und bis Altenkirchen sehen. Auf der Höhe südlich Neitersen und Schöneberg rollten schier unüberschaubare Mengen von Panzern, Artillerie, SPW und sonstigen Fahrzeugen. Ich fuhr darauf in eine einigerma­ßen gedeckte Stellung am Waldrand, schickte die eigenen SPW in den Wald und jagte Schuss auf Schuss mit Spreng­granaten auf ca. 2400 m Entfernung heraus. Panzer konnte ich auf diese Entfernung ja doch nicht abschießen. Die Amis nebelten sich darauf ein und es entstanden mächtige Rauchwolken. Dann ging es auch gleich los mit der feindlichen Artillerie. Ich war ganz erstaunt, wie schnell die Amerikaner dieses Mal reagierten. Es war wie ein Erdbeben mit Blitz und Donner, um nicht noch Verluste zu erleiden oder eingeschlossen zu werden, gab ich Befehl zum absetzen!

Nachdem sich die letzten deutschen Soldaten aus Neitersen und Schöneberg abgesetzt hatten, stand den Amerikanern der Weg nach Altenkirchen offen, doch noch vor Erreichen von Leuzbach kam es zu einem kurzen Feuergefecht:

Einige Volkssturm-Soldaten hatten den Auftrag eine bereits vorbereitete Straßensperre zwischen Leuzbach und Neitersen zu beziehen und zu verteidigen. Während in Schöneberg bereits Soldaten der 104. US Infanteriedivision aus Richtung Breibach – Stürzelbach her vorstießen, marschierte eine Kolonne der 3. US Panzerdivision durch Neitersen durch. In dieser Lage versuchten sechs deutschen Soldaten, die von einem Feldwebel angeführt wurden, noch buchstäblich in letzter Minute die Panzersperre zu erreichen. Die Volkssturmsoldaten waren erst seit dem 25. März in Schöneberg in Quartier, der Feldwebel, ein Pionier, hatte die Brücke über die Wied bereits zur Sprengung vorbereitet. Als die Schießereien am Vormittag losgingen, versuchten sie dem Befehl zu Folge, die Sperre im Wald zu besetzten. Auf dem Weg in den Wald wurden sie von den aus Neitersen kommenden Panzern entdeckt und unter Feuer genommen. Keiner der deutschen Soldaten konnte sein Leben retten. Sie starben zwischen 11.30 und 11.50 Uhr am 26. März 1945. Bis 1951 wurden die Gräber der Gefallenen auf dem Schöneberger Friedhof von Ortsanwohnern gepflegt, um dann nach Horhausen auf den Ehrenfriedhof umgebettet zu werden.

Nachdem der Widerstand eingestellt wurde, stießen die 3. US Panzerdivision und die 104. US Infanteriedivision durch Altenkirchen bis in den Raum von Hachenburg vor.  Die gezeigte Bildsequenz entstammt einer Videoaufnahme eines amerikanischen Kriegsberichterstatters der 1. US Armee vom 26. März 1945. Zu sehen sind Infanterie und Panzer der 3. US Panzerdivision während des Durchmarsches durch die Kreisstadt Altenkirchen. Am rechten Bildrand kann man amerikanische Offiziere erkennen, die sich im Gespräch mit deutschen Krankenschwestern befinden.

Nachdem der Widerstand eingestellt wurde, stießen die 3. US Panzerdivision und die 104. US Infanteriedivision durch Altenkirchen bis in den Raum von Hachenburg vor.
Die gezeigte Bildsequenz entstammt einer Videoaufnahme eines amerikanischen Kriegsberichterstatters der 1. US Armee vom 26. März 1945. Zu sehen sind Infanterie und Panzer der 3. US Panzerdivision während des Durchmarsches durch die Kreisstadt Altenkirchen. Am rechten Bildrand kann man amerikanische Offiziere erkennen, die sich im Gespräch mit deutschen Krankenschwestern befinden.