Steeg

Der Kampf um Steeg

 

Nach der Geschichte des III. Bataillons des Infantry-Regiments 310 (wörtliche Zitate in Anführungsstrichen) lief der Kampf um STEEG so ab:

Während die 10., 11. und 12. Kompanie des Bataillons die Orte südlich von MORSBACH besetzten, ging die 9. Kompanie unter Führung von Leutnant Ochs, verstärkt durch einen Zug schwerer Infanteriewaffen (sMG und Granatwerfer) der l2. Kompanie, aus dem Waldgebiet um Forsthaus RÜBENGARTEN auf HÖFERHOF vor. Leutnant Ochs Männer bewegten sich über einen Bach (Wisserbach) und kamen nach HÖFERHOF, wo sie in zwei Häusern schwache Gegenwehr vorfanden. Gegen 17 Uhr ging die Kompanie an der Straße nach STEEG vor. Plötzlich kamen auf der Straße von MORSBACH – also im Rücken der 9. Kompanie – ein Motorrad und ein Volkswagen mit deutschen Soldaten. Sie wurden beschossen und drei Deutsche getötet. Gerade als die 9. Kompanie wieder in Richtung STEEG antreten wollte, kam von MORSBACH noch ein deutscher PKW, der von der Bazooka (Panzerbüchse im Kaliber 60 mm) der Kompanie abgeschossen wurde. Alle Insassen, zwei Hauptmänner und ein Leutnant, waren sofort tot.

Nach diesen Zwischenfällen trat die 9. Kompanie erneut an. Der 1. Zug ging als Spitzenzug an der Wisserbachstrasse vor und ließ bei WASSERHOF, an der Straße nach Norden, eine Rücken – und Flankensicherung zurück. Der 2. Zug ging rechts der Straße undentlang des alten Postweges auf STEEGERHÜTTE vor. Die Kompanie erreichte HAMMERund STEEGERHÜTTE. Nach Aussagen von STEEGER Bürgern, welche die Kampftage erlebten, kam um die gleiche Zeit aus dem Kampfgebiet KATZWINKEL ein Zug Sturmgeschütze mit drei Sturmgeschützen71 auf einem Waldweg durch den Mühlenthaler Forst. Sie hielten bei DERNBACH, einem Einzelgehöft hart südlich von STEEGERHÜTTE. Die Sturmgeschütze hatten sich den ganzen Tag im Raum KATZWINKEL mit den Amerikaner herumgeschossen und erwarteten diesen weiterhin aus dieser Richtung. Plötzlich bekam der Zugführer über Sprechfunk den Befehl, sofort Stellungswechsel zu machen, da die Amerikaner entlang der Wisserbachstrasse imVorgehen auf STEEGERHÜTTE seien. Die Sturmgeschütze rasselten sofort los und gingenetwa an der jetzigen Bushaltestelle in STEEGERHÜTTE in Stellung.

Inzwischen war die 9. Kompanie bis HAMMER und mit Spitze bis zu Haus Schmallenbach in STEEGERHÜTTE vorgedrungen. Nun eröffneten die Sturmgeschütze das Feuer. Die Amerikaner antworteten mit Bazookas. Zugleich am Anfang der Kämpfe wurde das Haus Schmallenbach völlig zusammengeschossen und das Haus Quast in HAMMER sowie der Kuhstall schwer getroffen.

71 Hierbei handelte es sich um Fahrzeuge der Sturmgeschützbrigade 341. Diese Brigade stellte immer wieder einen Teil der vorhandenen Kampffahrzeuge zur Unterstützung der an der Sieg liegenden Verbände ab. Um die Monatswende März / April hatte die 2. Panzerjägerkompanie der 62. VGD unter Oberleutnant Horst Haase in Morsbach neun dieser Sturmgeschütze vom Typ Hetzer erhalten und konnte somit die Sollstärke von 14 Panzern wieder auffüllen. Die Kompanie gliederte sich in drei Züge zu jeweils vier Sturmgeschützen, eins für den Kompanieführer und ein weiteres für den Kompanietrupp. Den ersten Zug führte Oberfeldwebel Jaglow, zweiter Zug Leutnant Müller und den dritten Zug Oberfähnrich Weidrich, der das Kriegsende nicht mehr erleben sollte. Unterstellt waren der Kompanie meist ein Zug schwere Infanterie als Begleitschutz zur Nahsicherung und ein Zug leichter Flak auf Selbstfahrlafette zu Nahsicherung.

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