Ausbruch

Der Ausbruch aus dem Brückenkopf Remagen

Am Morgen des 22. März hatte die 1.US-Armee unter Generalleutnant Hodges damit begonnen, Angriffe aus dem Gebiet des Remagener Brückenkopfes vorzutragen. Diese Angriffe fanden überwiegend im Bereich der in ungünstiger Abwehrstellung liegenden 15. deutschen Armee statt. Da diese seit Tagen in Abwehrkämpfen verwickelt war, um den Brückenkopf einzudrücken, hatten die deutschen Truppen keine Zeit mehr, um ihren Frontbereich zu sichern. Die Front wurde nicht mehr stabil, da half es auch nicht irgendwelche Divisionen und Resteinheiten zusammenzulegen. Außerdem litt die gesamte Heeresartillerie im Frontbogen des Brückenkopfes an Munitionsmangel. Der 15. Armee ging an diesem Tag der Abschnitt um Wied verloren, der linke Flügel wurde so auf die Linie DASBACH-OBERBIEBER-BENDORF zurück gedrängt. An anderen Stellen herrschte zur gleichen Zeit eine rege Aufklärungstätigkeit der Amerikaner; wobei das VII. US Korps (Oberbefehlshaber Generalmajor Collins) natürlich feststellte: Der gegenüberstehende Feind war vertreten mit acht Divisionen; deren personelle Gesamtstärke aber nur etwa die von zwei starken Divisionen erreichte. ((7))

Sechs dieser Resteinheiten standen gleich im Raum für den am 25. März geplanten Ausbruch der 3. Armored Division.1 Im nördlichen Bereich erkannte man die 363. V.G.D, erst kürzlich durch die 62. VGD verstärkt. Ihr gegenüber stand die 1. Infantry-Division unter der Führung des Generalmajors Cliff Andrus. In der Mitte waren die Reste der 3. Fallschirmjäger Division (davon schien jedoch nur das 5. Regt. anwesend zu sein), die Division wurde gerade vermutlich durch Generalleutnant Walter Denkert´s 3.Pz.Gren.Div. herausgelöst. Beide Verbände standen im Kampf, ohne dass sie Ersatz bekommen hatten. Südlich davon standen die schwachen Reste der 9. Pz.Div. den Truppen der 104. Inf.Div. (Generalmajor Terry de la Messa) gegenüber. Noch weiter südlich davon schloss die 340. VGD unter der Führung von Generalleutnant Theodor Tolsdorff und die 11. Pz.Div. unter Generalleutnant Wend von Wietersheim an. Außerdem befanden sich in dem Sektor noch verschiedene Pionierregimenter und mehrere Versorgungseinheiten.

Die einzige bekannte Reserveeinheit war das 15. Pz.Regt. der 11. Pz.Div. Das Regiment stand im Wald nördlich ALTENKIRCHEN und war wirklich noch stark. Deren Ausrüstung bestand aus Panther- und mehreren Tigerpanzern. Noch weiter im Süden vermutete man verschiedene Kampfgruppen, die noch dazu im Stande waren, gefährlich in die Kämpfe einzugreifen2. ((12))

1 Die Ausbruchstruppen der alliierten Verbände bestanden aus der 3rd US Panzerdivision, der 1st – und 104th US Infantry-Division, zusammen mehr als 40.000 Mann, 270 Panzer und 300 Geschütze aller Art.

2 Welche Einheiten hatte die 3. Armored Div. erkannt? Im Wald zwischen Sörth und Reuffelbach lagen Reste der

106. Panzerbrigade (auch von einer SS -Einheit ist die Rede) mit etwa 20 Panzern (zu dieser Panzeraufstellung fehlt jedoch eine Datumsangabe). Bei Sörth standen ebenfalls mehrere Panzer, Halbkettenfahrzeuge und Lastwagen, hier schwanken die Angaben zwischen 30 und 50 Stück, die sich im Wald beiderseits der Straße von ALTENKIRCHEN nach Hachenburg befunden haben sollen. Diese Einheit wurde durch einen schweren Bombenangriff und hatte hohe Verluste. Nach dem Krieg sprengte das Team um Major a.D. Heinz Forneberg bei Sörth zwei Panzer, ob diese Panzer zu den beschädigten Fahrzeugen des Bombenangriffes gehörten oder aber nach dem amerikanischen Vorstoß auf ALTENKIRCHEN zurückblieben, ist nicht bekannt. Ebenfalls sollen sich mehrere deutsche Panzer in dem Waldgebiet zwischen Honneroth, Dieperzen und ALTENKIRCHEN aufgehalten haben, hierbei könnte es sich um Fahrzeuge des 15. Panzerregiments gehandelt haben.

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