In eigener Sache! Aus gegebenen Anlass!

So, 

jetzt mal Klartext! Kein Sondengänger, Schatzsucher, Militariasammler oder sonst welche Person wird von mir mit Suchstellen versorgt, an denen sich evtl. Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg finden lassen! Einzig und allein stelle ich entsprechende Informationen den Kampfmittelräumdiensten, einem Ingenieursbüro zur Altlastenerfassung bzw. Kampfmittelerkundung und sonstigen, offiziellen Institutionen zur Verfügung.  

Wer mit dem Metalldetektor etwas sucht und findet, macht diese Entdeckungen unabhängig von mir, aber hat sich dazu oft meines Buches bedient. Da fällt mir auf, es gibt sogar Sondengänger, die können Lesen und brauchen keine speziellen Hinweise von mir!

 Die Informationen, die man erlangt, wenn man an meinen VHS-Exkursionen teilnimmt, dienen ebenfalls nicht als „Freibrief mit der Aufforderung `Graben Sie hier“, besonders auch deshalb, weil ich bereits während der Planung darauf achte, die direkten ehemaligen Fronten nach Möglichkeit auszusparen. Unsere Exkursionen richten sich eher an Personen, die wissen möchten, was sich zum Kriegsende vor unseren Haustüren ereignete und nicht an Militariasammler.

Heute Morgen wurden mir exakt diese Vorwürfe gemacht, zudem würde ich einen besonderen Kreis „auserwählter Personen“ um mich versammeln, denen ich im Tausch gegen Bodenfunde, besonders Stahlhelme, die „besten Suchstellen in der Gegend“ zeigen würde. Das ist totaler Quatsch und dürfte eben darauf beruhen, dass ich dauerhaft von irgendwelchen Leuten angesprochen werde, mit der Frage, „Wo kann ich denn mal Suchen gehen?“ Da ich keine solchen Informationen weitergebe, wird also eben gerne unterstellt, dass ich nur bestimmte Leute, besondere Freunde, „vom heiligen Gral“ kosten lasse.

Trotzdem wurden mir in der Tat während der vergangenen ca. 5 Jahre vier Stahlhelme geschenkt. Bei all diesen Helmen handelt es sich um Bodenfunde, von denen drei durch Sondengänger aufgefunden und der vierte Helm durch einen Landwirt zum Vorschein befördert wurde. Da einige der Sondengänger da draußen sich wahrscheinlich etwas schwer im eigenen Denken tun, gehe ich hier näher drauf ein und erkläre das mal mit einfachen und verständlichen  Worten:

Zwei Helme stammen von einem Finder, mit diesem bin ich seit einigen Jahren sehr eng befreundet; ja, man mag es kaum glauben, ich habe auch Freunde! Er wurde erst durch den Fund der Stahlhelme zum Sondengänger, befreundet waren wir als ehemalige Arbeitskollegen schon seit mehreren Jahren zuvor. Gruß nach Katzwinkel! An dieser Stelle muss ich dann auch mal jemand aus dem Windecker Land grüßen J, abenfalls einen Sondengänger, der es geschafft hat, ein enger Freund zu werden, ohne meinen zu müssen, mir einen Helm zu schenken oder sich sonst irgendwie „mein Vertrauen erschleichen zu müssen“. Ihn habe ihn durch mein Buch kennengelernt und er hat mich noch NIE mit irgendwelchen Fragen gelöchert!!! Ja, es gibt sogar auch Freunde, die nicht nachts um halb Zwölf anrufen und nach potentiellen Suchgebieten fragen!

Weiter wurde mir ein Stahlhelm durch einen Landwirt geschenkt. Landwirte sind diese Menschen mit den Traktoren (so eine Art geländegängiges Auto mit meist ganz großen Reifen). Der Mann wusste von der Existenz des Helms, weil er ihn bereits 1945 als Kind an der Stelle hat liegen gesehen.

Der letzte Helm wurde mir ganz ohne Versprechen von irgendwelchen Gegenleistungen überlassen!

Abschließend bedarf es noch der Aufklärung, dass die Suche mit Metalldetektoren in Rheinland Pfalz, genehmigungspflichtig ist und besonders bei der Anwesenheit von Bodendenkmälern werden KEINE Suchgenehmigungen erteilt, (obwohl man in RLP ohne wenn kaum mal eine Genehmigung erhält). Es gibt hier auch keine Ausnahme für Polizisten, selbst nicht mit den Worten „Ich bin Polizist, ich darf das!“. Darüber hinaus ist die Suche in Wäldern generell verboten.

Die eingeleitete Anzeige bei der Polizei in Betzdorf wird genaueres ergeben.

Ralf Anton Schäfer

Ralf Anton Schäfer

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ich bin als Gründer für diese Seiten verantwortlich.
In den Jahren meiner Recherchen habe ich umfangreich Materialien zusammengetragen zu den Infanteriekämpfen der Endphase im Zweiten Weltkrieg. Der Archivbestand umfasst viele Tausend Seiten und deckt im Groß den Westen für die Zeit von der Landung der Alliierten in der Normandie bis zu den letzten Kämpfen um den Ruhrkessel.
Ralf Anton Schäfer

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