Fortsetzung der Veranstaltungsreihe – Herbst 2016

Als die Front über den Kreis Altenkirchen rollte

Der Überfall der Deutschen Wehrmacht im September 1939 auf Polen markiert den Beginn des Zweiten Weltkrieges; von Anfang an werden die Folgen ebenfalls in der Region zu spüren sein. Während der nächsten Jahre wütet ein millionenfach todbringender Krieg, der auch tausenden Bürgern in den Gemeinden des Kriegsgebietes das Leben kosten wird. Sechs Jahre später wird die gesamte Wucht der in Gang gesetzten Kriegsmaschinerie Deutschland selbst treffen.

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Straßenkämpfe deutscher Infanteristen während des Polenfeldzuges, Aufnahme einer Propagandakompanie, Bildquelle: Bundesarchiv, Bild 101I-012-0037-23A / Wagner / CC-BY-SA 3.0

Im März 1945 wird nach der alliierten Eroberung der Ludendorffbrücke bei Remagen das Kreisgebiet zunehmend in die Kampfhandlungen hereingezogen, zuerst durch immer häufiger einsetzende Luftangriffe, ab dem 19. März durch stärker werdendes Artilleriefeuer und am 25. März 1945 brechen die Verbände der 1. US Armee aus dem Remagener Brückenkopf aus, der Krieg überrollt nun den Kreis Altenkirchen mit all seinen Ausmaßen.

Wir versuchen nun erneut durch verschiedene Vorträge und Exkursionen an das zu erinnern, was sich während der Schicksalsmonate März und April 1945 vor unseren Haustüren ereignet hat, denn im März und April 1945 brachen Tod, Schrecken und Leid tausendfach über den Kreis Altenkirchen ein.


vortrag_318-23375Keine Zeit zum Sterben! Berichte aus dem Schützengraben

Vortrag mit Auszügen aus den Kriegserinnerungen deutscher und amerikanischer Soldaten, die während der letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges in unserer Region zum Einsatz gekommen sind. Kriegstagebücher und Fotografien veranschaulichen die sich überschlagenden Ereignisse der schicksalshaften Wochen im März und April 1945.

„Es ist unter schwerster Strafe verboten, Verwundete oder Genesende in der Front einzusetzen“

lautete damals ein Befehl eines deutschen Divisionsführers, der buchstäblich in letzter Stunde versuchte, Menschenleben zu schonen. Zur gleichen Zeit werden im Lazaretteines benachbarten Frontabschnittes alle noch waffenfähigen Soldaten ausgekämmt und an die Front geschickt.

Wann: Samstag, 3. September 2016, 15 Uhr

Wo: Kreisvolkshochschule, Rathausstraße 12 in Altenkirchen

Dauer: 60 Minuten, anschließende Gesprächsrunde mit offenem Ende.

Anmeldung: KVHS Altenkirchen, Tel.: 02681-812212 oder via Email
kvhs@kreis-ak.de


vortrag_318-23375Mahnende Opfer des Zweiten Weltkrieges

Die Opfer der Kriegswirren können heute nicht von ihrem Leid erzählen, sie liegen für immer verstummt in ihren Kriegsgräbern, manch andere Soldatenschicksale wird man nie klären können, da sie noch immer als vermisst gelten. Meist ist nur sehr wenig über die deutschen Soldaten bekannt, die dabei starben als sie „ihre Heimat verteidigten“, ebenso wenig weiß man über die amerikanischen Soldaten, die ihr Leben gaben um Deutschland von der Nationalsozialistischen Herrschaft zu befreien. An Beispielen von in der Region gefallenen deutschen und amerikanischen Soldaten wird versucht, den Toten ein Gesicht zurückzugeben, in der Hoffnung an diese Schicksale zu erinnern, damit sich eine solche Zeit nicht mehr wiederholt.

Wann: Samstag, 11. September 2016, 15 Uhr

Wo: Kreisvolkshochschule, Rathausstraße 12 in Altenkirchen

Dauer: 60 Minuten, anschließende Gesprächsrunde mit offenem Ende.

Anmeldung: KVHS Altenkirchen, Tel.: 02681-812212 oder via Email
kvhs@kreis-ak.de


vortrag_318-23375Achtung Lebensgefahr!

Nach dem 8. Mai 1945 ist gleichwohl der Krieg zu Ende, die Wehrmacht hat kapituliert, dennoch sterben immer wieder Menschen an den Nachwehen des Dritten Reiches. Die einen siechen an einem Hungertod in der Gefangenschaft dahin, die anderen sterben durch Munitionsunglücke, oft sind es die Kinder. Der Krieg ist zu Ende, aber noch nicht vorbei. Auferstanden aus Ruinen und Trümmern versucht man einen Neuanfang, der durch Angst und von neuen Schicksalsschlägen geprägt ist. In den Wäldern und den zerstörten Dörfern und Städten lauert die Gefahr von zurückgelassener Munition und Kriegsmaterial. Trotzdem frühe Kriegsheimkehrer damit beginnen, diese Kampfmittel zu bergen und unschädlich zu machen, heißt es immer wieder, „Peter kommt nicht mehr Heim!“, denn Peter ist tot, er hat mit einer Handgranate gespielt.

Wann: Samstag, 17. September 2016, 15 Uhr

Wo: Kreisvolkshochschule, Rathausstraße 12 in Altenkirchen

Dauer: 60 Minuten, anschließende Gesprächsrunde mit offenem Ende.

Anmeldung: KVHS Altenkirchen, Tel.: 02681-812212 oder via Email
kvhs@kreis-ak.de


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Amerikanischer Einbruch in die PaK-Linie bei Hasselbach, Teil I

Währen des amerikanischen Ausbruches aus dem Brückenkopf von Remagen, wird der 3. US-Panzerdivision Altenkirchen als Tagesziel befohlen. Doch die Angriffsspitzen werden bereits zwischen Weyerbusch und Hasselbach zum Stehen gebracht, die Soldaten der 3. US Panzerdivision stoßen hier auf eine eben erst eingerichtete Verteidigungslinie, die von den deutschen Soldaten bitter verteidigt wird und erst am nächsten Tag fällt.

Diese Exkursion befasst sich schwerpunktmäßig mit den Ereignissen aus amerikanischer Perspektive.

Wann: Samstag, 1. Oktober 2016, 14.00 Uhr

Wo: An der Witthecker Straße in Rettersen.

Wegstrecke: Ca. 3,8 Kilometer.

Dauer: In der Regel dauert jede Exkursion etwa 3 Stunden.

Anmeldung: KVHS Altenkirchen, Tel.: 02681-812212 oder via Email
kvhs@kreis-ak.de


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Amerikanischer Einbruch in die PaK-Linie bei Hasselbach, Teil II

Als die Verbände der 1. US Armee am 25. März 1945 aus dem Brückenkopf von Remagen ausbrechen, zerschlagen sie große Teile der vor ihnen liegenden 15. deutschen Armee. Um den auf der Flucht befindlichen Reste deutscher Einheiten die Möglichkeit zu geben, sich hinter die Sieg abzusetzen, wird durch Generalfeldmarschall Walter Model eine Auffanglinie von nördlich Weyerbusch bis einschließlich Flammersfeld befohlen; die Amerikaner sollen in dieser Linie unbedingt gestoppt werden.

Dazu werden zurückflutende Teile der 3. Panzergrenadier Division aufgefangen und in Stellung gebracht. Die Schlacht um die PaK-Linie (PaK = Panzerabwehrkanone) wird zu einem der blutigsten Gefechte im Kreis Altenkirchen.

Wann: Samstag, 15. Oktober 2016, 14.00 Uhr

Wo: Parkplatz hinter dem Sportplatz in Weyerbusch.

Wegstrecke: Ca. 3 Kilometer, je nach Entscheidung der Gruppe evtl. mit Umweg bis nach Heuberg-Hilkhausen auch 5 Km.

Dauer: In der Regel dauert jede Exkursion etwa 3 Stunden.

Anmeldung: KVHS Altenkirchen, Tel.: 02681-812212 oder via Email
kvhs@kreis-ak.de


PictogrammWandernLetztes Aufbäumen der 9. Panzerdivision bei Altenkirchen

Unmittelbar als die letzten deutschen Kräfte am 26. März 1945 die Kreisstadt Altenkirchen verlassen, wird der Ort durch die vordersten Spitzen der 3. US-Panzerdivision erobert. Auf deutscher Seite hat Generalleutnant Fritz Bayerlein den Befehl erhalten, eine Sicherungslinie nördlich der Stadt einzurichten, dazu bedient er sich schwacher Reste der 9. Panzerdivision, die dem Amerikaner gerade entkommen sind. Als die amerikanischen Panzerspitzen ihre Angriffe wieder aufnehmen und in Richtung Hachenburg und nach Eichelhardt vorfühlen, kommt es zu letzten Gefechten, die das Kriegsende für Altenkirchen bedeuten.

Wann: Samstag, 29. Oktober 2016, 14.00 Uhr

Wo:  Parkplatz am Friedhof, Friedhofsweg in Sörth.

Wegstrecke: Ca. 3,8 Kilometer.

Dauer: In der Regel dauert jede Exkursion etwa 3 Stunden.

Anmeldung: KVHS Altenkirchen, Tel.: 02681-812212 oder via Email
kvhs@kreis-ak.de


PictogrammWandernTod an der Gilbeiche

Nachdem Soldaten der 8. US Infanteriedivision Ende März 1945 Steineroth erobern, sendeten sie erste Truppen in Richtung Sieg. Scheuerfeld und die südlich des Flusses gelegenen Ortsteile von Betzdorf sollen gesichert werden. Als die amerikanische Infanterie gegen Scheuerfeld vorfühlt, stößt sie auf eine deutsche Patrouille, die ihrerseits den Auftrag hat, in Richtung Dauersberg zu erkunden. Bei diesem Zusammenstoß kommt es zu einem fast zweistündigen Gefecht, in dessen Verlauf zwei amerikanische und ein deutscher Soldat ihr Leben verlieren. Erst danach ist der Weg nach Scheuerfeld frei.

Wann: Samstag, 5. November 2016, 14.00 Uhr

Wo:  Wanderparkplatz an der Kreisstraße 107 in Dauersberg

Wegstrecke: Ca. 3,5 Kilometer.

Dauer: In der Regel dauert jede Exkursion etwa 3 Stunden.

Anmeldung: VHS Betzdorf, Tel.:(02741) 291-411 oder via Email
vhs@betzdorf.de


PictogrammWandernGefallen in Hahnhof – Eine Spurensuche

Die Sieg ist im April 1945 bereits überquert und Kirchen schon fest in amerikanischer Hand. Wehbach ist gerade besetzt worden, auf dem Giebelwald stehen die amerikanischen Verbände seit einigen Tagen mit den Resten der deutschen 59. Infanteriedivision in zum Teil heftigen Gefechten. Als der Durchbruch durch die Siegstellung unmittelbar bevorsteht, sollen zusammengekratzte Reste sich zurückziehender deutscher Soldaten in letzter Minute die Wendung bringen und bei Hahnhof den Vormarsch des 310. US Infanterieregiments aufhalten. Es kommt zu einem Gefecht, das auf beiden Seiten blutige Verluste fordert.

Wann: Samstag, 12. November 2016, 14.00 Uhr

Wo:  Krumme Au, 57572 Hahnhof/Niederfischbach

Wegstrecke: Ca. 3,5 Kilometer.

Dauer: In der Regel dauert jede Exkursion etwa 3 Stunden.

Anmeldung: VHS Betzdorf, Tel.:(02741) 291-411 oder via Email
vhs@betzdorf.de


vortrag_318-23375Den Opfern Ihr Gesicht zurück geben & Achtung Lebensgefahr!

Die Opfer der Kriegswirren können heute nicht von ihrem Leid erzählen, sie liegen für immer verstummt in ihren Kriegsgräbern, manch anderes Soldatenschicksale wird man nie klären können, da sie noch immer als vermisst gelten.

Meist ist nur sehr wenig über die deutschen Soldaten bekannt, die dabei starben als sie „ihre Heimat verteidigten“, ebenso wenig weiß man über die amerikanischen Soldaten, die ihr Leben gaben um Deutschland von der Nationalsozialistischen Herrschaft zu befreien. An Beispielen von in der Region gefallenen deutschen und amerikanischen Soldaten wird versucht, den Toten ihr Gesicht zurückzugeben, in der Hoffnung an diese Schicksale zu erinnern, damit sich eine solche Zeit nicht mehr wiederholt.

Achtung Lebensgefahr!

Obwohl am 8. Mai 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende ist und die Wehrmacht kapituliert hat, sterben immer wieder Menschen an den Nachwehen des Dritten Reiches. Die einen siechen an einem Hungertod in der Gefangenschaft dahin, andere sterben durch Munitionsunglücke, oft sind es die Kinder.

Der Krieg ist zu Ende, aber noch nicht vorbei. Auferstanden aus Ruinen und Trümmern versucht man einen Neuanfang, der durch Angst und von neuen Schicksalsschlägen geprägt ist.

In den Wäldern und den zerstörten Dörfern und Städten lauert die Gefahr von zurückgelassener Munition und Kriegsmaterial. Trotzdem frühe Kriegsheimkehrer damit beginnen, diese Kampfmittel zu bergen und unschädlich zu machen, heißt es immer wieder, „Peter kommt nicht mehr Heim!“, denn Peter ist tot, er hat mit einer Handgranate gespielt.

Wann: Samstag, 26. November 2016, 15.00 Uhr

Wo:  Schulstraße 4, 57518 Betzdorf (Jugendraum)

Dauer: Ca. 80 Minuten, Zusammenfassung der beiden ersten Vorträge in Altenkirchen. 

Anmeldung: VHS Betzdorf, Tel.:(02741) 291-411 oder via Email
vhs@betzdorf.de


 

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Ralf Anton Schäfer

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ich bin als Gründer für diese Seiten verantwortlich.
In den Jahren meiner Recherchen habe ich umfangreich Materialien zusammengetragen zu den Infanteriekämpfen der Endphase im Zweiten Weltkrieg. Der Archivbestand umfasst viele Tausend Seiten und deckt im Groß den Westen für die Zeit von der Landung der Alliierten in der Normandie bis zu den letzten Kämpfen um den Ruhrkessel.
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