Wussten Sie eigentlich, dass...

Dauersberg nur um Haaresbreite einem alliierten Luftangriff entgangen ist?

 

Eine Darstellung zu den Kämpfen während des Ausbruches der amerikanischen 1. Armee aus dem Remagener Brückenkopf und den daraus entstandenen Kämpfen entlang der Südfront des damaligen Ruhrkessels.

Endkämpfe um den nördlichen Brückenkopf von Remagen – besonders der Raum Uckerath. Schwerpunkt ist eine umfangreiche Schilderung zum Kampf um die Stadt Uckerath, die Ende März 1945 noch zur Festung erklärt worden ist. In und um Uckerath standen die Reste der 62. Volksgrenadier Division gemeinsam mit Teilen 363. VGD und der schlesischen 11. Panzerdivision im aufopfernden Kampf. Unterstütz durch ein Volkssturmbataillon aus dem Großraum Leverkusen, welches bereits seit etwa dem 15. März Seite an Seite mit der 62. VGD im Kampf stand, wurde die Festung Uckerath gegen schwere konzentrierte Angriffe der 1st US Infantry Division verteidigt.

Ausbruchskämpfe aus dem Brückenkopf – Schwerpunkt der Kämpfe in der Linie Uckerath – Kircheib – Altenkirchen und nördlich davon. Nachdem Uckerath endlich gefallen war, konnten die amerikanischen Kräfte den Vormarsch aufnehmen und entlang der B8 weiter vorstoßen. Wenig darauf stießen sie auf die Linie Weyerbusch – Werkhausen – Hasselbach, die durch Teile des 388. Volksartilleriekorps verteidigt wurde. Die Verteidigung dieser Orte basierte auf mehrere PAK-Geschütze, Artilleriekonzentration und einer Anzahl deutscher Panzer, darunter auch ein Königstiger, die gemeinsam mit Grenadieren der 3. Panzergrenadier Division hinhaltenden Widerstand leisteten.

Errichtung erster Brückenköpfe nördlich der Sieg bei Wissen und Betzdorf durch die 8th US Infantry Division. Unterlagen aus amerikanischen Archiven ermöglichen heute einen detaillierten Einblick in die Anstrengungen der amerikanischen 8. Infanteriedivision, die Ende März 1945 den Befehl erhalten hatte, erste Brückenköpfe nördlich der Sieg zu bilden.

Der Kampf um den Brückenkopf bei Gosenbach westlich von Siegen. Der Regimentsadjutant des Grenadierregiments 1034 der 59. Infanteriedivision, Leutnant Gerhard Bongers, gibt einen detailliierten Kampfbericht zu den schweren Kämpfen um den Brückenkopf und den letzten Tagen des Regimentes bis zur Kapitulation im Ruhrkessel. Enthalten sind unter anderem ein Werturteil des Regimentskommandeurs Oberstleutnant Erich Messinger, sowie Angaben zu Stärke des Regimentes vor und nach den Kämpfen um den Brückenkopf. Leutnant Bongers zum Kampf um Niederschelden: „Ein heftiger Kampf wird um den bedrohten Gefechtsstand des Regimentes 1034 in Niederschelden geführt. Nach Gegenangriff durch das 2. Bataillon und der Panzerjägerkompanie kann die Lage in Niederschelden vorübergehend bereinigt und der Amerikaner bis auf das nördliche Ufer der Sieg zurückgedrängt werden, wo er sich in den Häusern festsetzt.“

Berichte zu den Einsätzen des deutschen Volkssturmes im Brückenkopf von Remagen und dem späteren Ruhrkessel. Hierzu konnte ein umfangreiches Interview mit Hans Schneider geführt werden. Schneider war Offiziersanwärter und war bis Februar 1945 eingesetzt als Ausbilder an der Kriegsschule in Dresden – dann erhielt er seine Abkommandierung zur 363. Volksgrenadier Division. „Niemals habe ich auch nur einen Gedanken daran verschwendet, noch einmal zur kämpfenden Truppe zu müssen! … Bis ich Anfang Februar Post mittels Kurier bekam!“ Durch eine im Sommer 1944 erlittene Verwundung und daraus resultierende Behinderung wurde Schneider dem Divisionskommando direkt unterstellt und ihm wurde die Aufstellung, Koordinierung und der Einsatz des Volkssturmes befohlen. Hans Schneider war Inhaber des Sonderabzeichens für das Niederkämpfen von Panzerwagen – kurz Panzervernichtungsabzeichen und berichtet: „Ich sollte Panzerknacker heranzüchten!“ Am 1. April 1945 wurde Hans Schneider bei Windeck / Sieg schwer verwundet. Für ihn war der Krieg damit zu Ende!

Ein damals 16-jähriger erzählt, wie er zum Volkssturm eingezogen und nach seiner Gefangennahme durch die Amerikaner gezwungen wurde, auf dem Giebelwald bei Freusburg-Mudersbach und auf dem Molzberg bei Betzdorf gefallene Soldaten einzusammeln: „…ich kann heute nicht mehr sagen, wie viele Gefallene es waren, aber feststeht, dass wir aus dem Waldmassiv zwischen Freusburg und Mudersbach mehrere LKW-Ladungen toter Soldaten unter der Führung eines amerikanischen Kommandos einsammelten, diese nach Ittenbach im Siebengebirge überführten. Am nächsten Tag sammelten wir auf dem Betzdorfer Molzberg etwa um die hundert Gefallene ein. Zu dieser Zeit wurde noch im Ruhrkessel gekämpft…“

Dem Vormarsch der 1st US Infantry Division wird einen Schwerpunkt gewidmet werden. Detailliierte Berichte, Dokumente und Schilderungen zum Kampfraum südlich der Sieg.

General der Infanterie Gustav von Zangen berichtet im Detail über die Kämpfe der 15. Armee: „25. März 1945: Die feindliche Artillerie schoss in die Gegend von Uckerath – Griesenbach – Asbach – Limbach und den hinteren Raum westlich von Kircheib. Unsere eigene Artillerie konzentrierte sich auf die Gegend der Siebengebirger Wälder und den Raum südlich davon… Der Feind nahm Kircheib auf dem linken Flügel des LIII. Korps. Amerikanische Panzer stießen tief in die Front der 9. Panzer Division und zerschlugen diese. Die 340 Volksgrenadier Division wurde ebenfalls aufgerieben. Fiersbach und Flammersfeld waren verloren gegangen und der Frontabschnitt des Mehrbaches wurde südlich von Fiersbach überschritten“

3. US. Panzer Division „Spearhead“: „Die deutschen Verteidigungsstellungen im Bereich der 3. US. Panzer Division wurden zumeist durch Panzerabwehrwaffen und Artillerie stark unterstützt. Hinzu kam noch, dass die Panzerfahrzeuge in dem stark bewaldeten Gelände an die Straßen gebunden waren. Dort hatten die Deutschen jedoch entlang sämtlicher Routen immer wieder Panzersperren errichtet. Diese wurden zum Teil mit heftigem Widerstand durch Panzer, Infanterie und Artillerie verteidigt. Trotz des heftigen Abwehrfeuers stoßen die Panzerspitzen an diesem Tag bis Flammersfeld vor und erzielen damit in diesem Abschnitt den tiefsten Einbruch durch die deutsche Frontlinie. Die entstandenen Kämpfe im Divisionsbereich dauerten die ganze Nacht über an, aber immerhin konnte man erste Brückenköpfe über die Mehr errichten.“

LXXIV. Armeekorps: „In den Wäldern zwischen Rott, Eichen und Flammersfeld stand eine Kampfgruppe von ca. 75 Mann des LXXIV. AK. Hinzu kamen noch etwa 150 Angehörige des Volkssturmes. Diese Truppe zog in bereits vorbereiteten Stellungen unter. Von den Leuten des Volkssturms hatte man bereits mehr als die Hälfte entlassen, weil man für diese keine Waffen zur Verfügung hatte. Die anderen wurden fast ausschließlich mit Panzerfäusten und nur mit sehr wenigen Gewehren ausstaffiert. Jeder, der ein Gewehr erhalten hatte, es waren höchstens 10 Mann, bekam dazu noch 10 bis 15 Schuss Munition. Noch bevor erster Feindkontakt bestand, hatte sich schon ein Teil der Volkssturmleute und der Wehrmachtssoldaten in Richtung Heimat abgesetzt… In diesem Bereich lagen nun nur noch ungefähr 60 Soldaten und etwa 50 Volkssturmleute.

  • Außerdem finden Sie in dem Buch viele weitere Angaben zu deutschen und amerikanischen Einheiten, welche im Raum des südlichen Ruhrkessels zum Einsatz kamen. Darunter zum Beispiel: 3. Fallschirmjäger Division, 3. Panzer Grenadier Division, 9. Panzer Division, 11. Panzer Division, 12. Volksgrenadier Division, 62. Volksgrenadier Division etc. Zu sehen sind ebenfalls erstmals gezeigte Dokumente, welche von der Truppe zurückgelassen wurden.

 

Otto WeimerDarunter befindet sich auch eine Gefallenenmeldung des Stabes vom Gren.Regt. 957 der 363. Volksgrenadierdivision. Die Meldung gibt die Umstände wieder, unter denen der damalige Leutnant und Ritterkreuzträger Otto Weimer in Wissen bei den Kämpfen um den Brückenkopf nördlich der Sieg ums Leben kam. Weimer war Kompaniechef der 2. Kp. im ersten Bataillon des 957. Gren.Regt.

 

 

 

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